Windows Server 2019 - Die Editionen im Vergleich

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Mit Windows Server 2019 veröffentlichte Microsoft Ende 2018 die neueste Version seiner Server-Betriebssysteme. Genau wie sein drei Jahre zurückliegender Vorgänger ist auch Windows Server 2019 in drei Editionen erhältlich, die sich in ihrem Funktionsumfang und Lizenzierungsmodellen unterscheiden und somit an verschiedene Zielgruppen und Anforderungen richten. In diesem Blogpost stellen wir Ihnen die zentralen Unterschiede zwischen den Microsoft Server 2019 Editionen Essentials, Standard und Datacenter vor und zeigen Ihnen, welche Edition sich für welche Einsatzzwecke am besten eignet.

Die Unterschiede der Editionen von Windows Server 2019

Die Editionen: Essentials, Standard und Datacenter

Während sich Windows Server 2019 Standard und Datacenter im generellen Funktionsumfang sehr ähneln und vor allem durch die Virtualisierungsmöglichkeiten unterscheiden, ist Essentials in der Zahl der möglichen Lizenzierungen beschränkt und somit speziell auf kleinere Organisationen und Unternehmen zugeschnitten.

Unabhängig von der Edition haben die Server-Betriebssysteme in der 2019er-Version in den vier Kernbereichen “Hybrid-Szenarien”, “Anwendungsinnovation”, “Hyper-Converged-Infrastructure” und “Sicherheit” wesentliche Verbesserungen erfahren. So können virtuelle Netze zwischen virtuellen Maschinen nun mittels Microsofts Encrypted Networks Dienst verschlüsselt und so vor Fälschungen und Abhörversuchen geschützt werden. Zusätzlich wurde mit dem Windows Admin Center eine neue Möglichkeit zur unkomplizierten und sicheren Verwaltung aller Server-Komponenten etabliert.

In der folgenden Übersicht sehen Sie alle relevanten Unterschiede der verschiedenen Editionen auf einen Blick.

Die Funktionen der verschiedenen Editionen von Windows Server 2019

 

Windows Server 2019 Essentials

Die Essentials-Edition von Windows Server 2019 richtet sich hauptsächlich an kleine bis mittelständische Unternehmen. Als Nachfolger der 2012 eingestellten “Windows Small Business Server”-Reihe bietet Essentials grundlegende Server-Funktionen zu einem günstigen Preis. Im Gegensatz zu den beiden größeren Editionen wird sie CPU-basiert lizenziert und benötigt deshalb keine zweite Lizenzierung in Form einer Client Access License (CAL). Gleichzeitig wird der Zugriff auf den Server so auf 25 Nutzer und 50 Geräte beschränkt. Da der Essentials Server zwingend auch Domain Controller sein muss und deshalb pro Unternehmen nur ein Essentials Server betrieben werden kann, eignet sich diese Edition somit für Unternehmen mit maximal 25 Mitarbeitern, die im Schnitt mit zwei Geräten Zugriff auf den Server benötigen.

Windows Server 2019 besitzt in der Essentials-Edition keine Virtualisierungsrechte und erlaubt eine physikalische oder virtuelle Installation. Es werden maximal zwei CPUs und ein RAM-Limit von 64 GB unterstützt.

Windows Server 2019 Standard

Windows Server 2019 Standard bietet einen deutlich erweiterten Funktionsumfang gegenüber Essentials. Im Vergleich zu Datacenter sind die Virtualisierungsrechte auf zwei virtuelle Maschinen oder 2 Hyper-V Container begrenzt, jedoch mit der Möglichkeit zur Nachlizenzierung weiterer virtueller Umgebungen. Die Standard-Edition eignet sich also primär für Unternehmen jeder Größe, die zwar weiterführende Funktionen, jedoch nur einen geringen Virtualisierungsgrad benötigen.

Genau wie bei der Datacenter-Edition erfolgt die Lizenzierung von Windows Server 2019 Standard doppelseitig. Dies bedeutet, dass sowohl die Hardware (Core-Lizenz), als auch die darauf zugreifenden Clients einzeln lizenziert werden müssen. Auf Client-Seite geschieht dies in Form einer Client Access License, die entweder pro Nutzer (User CAL) oder zugreifendem Gerät (Device CAL) erworben werden können. Die Entscheidung hierfür ergibt sich aus der internen Unternehmensinfrastruktur und Zugriffsweise auf den Server.

Die Standard-Edition besitzt ein RAM-Limit von 24 TB und keine Begrenzung der CPU bei einem Minimum von 16 Cores je Server und 8 Cores je Prozessor.

Windows Server 2019 Datacenter

Windows Server 2019 Datacenter stellt die umfangreichste Edition der Windows Server dar und richtet sich dank uneingeschränkter Virtualisierungsrechte an Unternehmen mit höchsten Anforderungen an ihre IT-Workloads und hohem Virtualisierungsbedarf.

Genau wie die in der Standard-Edition liegt das RAM-Limit bei Datacenter bei 24 TB und die Anzahl der Kerne ist unbegrenzt. Neben der unlimitierten Anzahl an virtuellen Maschinen und Hyper-V Containern bietet Datacenter darüber hinaus allerdings noch weiterführende Features, wie bspw. Microsofts “Storace Spaces Direct”, das eine direkte Einbindung von Software Defined Storage ermöglicht. So lässt sich der Speicher des Servers unabhängig von der genutzten Hardware verwalten.

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